Humane Papillomviren (HPV) sind HauptverursacherAls wichtigste

Humane Papillomviren (HPV) sind HauptverursacherAls wichtigste

Humane Papillomviren (HPV) sind Hauptverursacher

Als wichtigste Ursache für die Entstehung eines Zervixkarzinoms hat sich eine Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomavirus (HPV) herausgestellt. Diesen Zusammenhang belegten Heidelberger Wissenschaftler bereits in den 80er Jahren. So können in über 99% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs HP-Viren nachgewiesen werden. Dabei sind die Hoch-Risiko-HPV-Typen HPV 16 und HPV 18 allein für rund 70 Prozent aller Zervixkarzinom-Erkrankungen verantwortlich. Die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs ohne Beteiligung dieser Viren gilt als nahezu ausgeschlossen.

Die HPV-Übertragung im genitalen Bereich erfolgt hauptsächlich über den Geschlechtsverkehr. Gerade wenn die sexuelle Aktivität früh aufgenommen wird, scheint das Gewebe am Gebärmutterhals besonders empfänglich für eine Infektion zu sein. Werden die Sexualpartner, vor allem bei einem ungeschützten Verkehr, häufig gewechselt, steigt auch das Risiko sich zu infizieren. Die Infektion mit HPV ist die häufigste sexuell übertragbare Viruserkrankung. Da die Viren weit verbreitet sind, ist eine HPV-Infektion eine normale Konsequenz sexueller Aktivität. Rund 70 % aller Frauen und Männer infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV, in der Regel ohne es je zu bemerken. Bei ca. 20% der Infizierten bleibt das Virus im Körper und kann zu Zellveränderungen im Gebärmutterhals führen. Aus ca. 5% der Infektionen entwickelt sich dabei über viele Jahre hinweg über Vorstufen ein Zervixkarzinom.

Die Ansteckung mit HPV erfolgt in der Regel über Hautkontakte (abgeschilferte Haut- und Schleimhautzellen) im Genitalbereich. Da Kondome nicht den gesamten Genitalbereich abdecken könne, bieten sie keinen hundertprozentigen Schutz vor der Infektion. Trotzdem können sie das Risiko einer HPV-Infektion zumindest verringern und schützen zudem vor anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Am geringsten ist das Risiko, an einem Zervixkarzinom zu erkranken für katholische Nonnen und für Mormoninnen.

Frauen aus niedrig sozioökomischen Verhältnissen erkranken dagegen häufiger an einem Zervixkarzinom. Dabei wird eine frühe erste Schwangerschaft und eine seltenere Teilnahme an einer Krebsvorsorge als Tumor-begünstigend angesehen.

Insgesamt sind mehr als 130 HPV-Typen bekannt, die in drei Gruppen untergliedert werden:

? HP-Viren, die Geschlechtsorgane und After infizieren und zu Gebärmutterhalskrebs führen können (Hoch Risiko HPV-Typen, HPV 16, HPV 18)

? HP-Viren, die Geschlechtsorgane und After infizieren und zu gutartigen Genitalwarzen führen können, aber nicht oder selten in Gebärmutterhalskarzinomen vorkommen
(Niedrig Risiko HPV-Typen, z.B. HPV 6, HPV 11)

? HP-Viren, die Infektionen der Haut verursachen und zur Warzenbildung führen können (z. B. Steckwarzen, Plantarwarzen)

Die Mehrzahl der HPV-Infektionen bleibt unbemerkt und heilt von selbst aus, ohne Symptome oder Probleme zu verursachen. Nur in einigen wenigen Fällen bleibt die Infektion bestehen und kann über mehrere Stufen zu Gebärmutterhalskrebs führen.

Papillomviren können auch den äußeren Genitalbereich und die Scheide befallen und, seltener als beim Gebärmutterhalskrebs, zu Krebserkrankungen der äußeren Geschlechtsorgane, wie Vulva (?Scham?) oder Penis führen. In Einzelfällen begünstigen HPV-Infektionen die Entwicklung von Analkarzinomen und auch bösartiger Tumoren des Mund- und Rachenraums beschrieben.

Weitere Risikofaktoren

Epidemiologischen Studien zufolge haben Frauen mit frühem erstem Geschlechtsverkehr, Geburten in jungem Alter und einer großen Anzahl natürlich geborener Kinder ein leicht erhöhtes Risiko für die Erkrankung.

Bei Frauen mit einem geschwächten Immunsystem heilen HPV-Infektionen oft nicht von selbst aus. Infolge dessen wird Gebärmutterhalskrebs besonders häufig nachgewiesen bei:

- Frauen mit HIV-Infektion und AIDS

- Frauen, die Medikamente zur Immunsuppression nehmen, z. B. nach Organtransplantationen

Raucherinnen haben im Vergleich zu Nichtraucherinnen ebenfalls ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Schadstoffe im Zigarettenrauch, die in den Körper gelangen, scheinen die Bekämpfung von HPV-Infektionen durch das Immunsystem zu stören.

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